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Dem weltweiten Klima stehen gravierende Veränderungen bevor. 97 % derjenigen Wissenschaftler, die sich mit dem Klimawandel befassen, sind sich einig, dass uns ein bedrohlicher Klimawandel bevorsteht, der primär menschengemacht ist.

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Wenn wir dieser Bedrohung nicht schnell und entschlossen entgegentreten, werden weitere Teile unseres Planeten unbewohnbar werden. Hitzeperioden, Dürren, Waldbrände, Orkane und Überschwemmungen werden extremer und häufiger auftreten. Aufgrund der Ausweitung von Dürregebieten und dem Anstieg des Meeresspiegels werden Millionen Menschen ihre Heimat verlieren und zur Migration gezwungen.

Aktuell halten es Experten und der Weltklimarat noch für möglich, den Temperaturanstiegs auf 1,5°C zu begrenzen. Es ist noch nicht zu spät, das Ruder herumzureißen, doch es muss JETZT geschehen!

Windkraft nutzen!

Aufgrund unseres Antrags im Rat der Gemeinde Anröchte haben wir den Stein bereits in Rollen gebracht: Die Gemeindeverwaltung ist derzeit dabei, die Errichtung von wirtschaftlich rentablen Solaranlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden vorzubereiten. Doch unsere Gemeinde kann mehr. Die windreiche Lage macht Anröchte zu einem hervorragenden Standort für die Windkraftnutzung.

Akzeptanz steigt, wo das Gemeinwohl gewinnt.

Die Botschaft der Klimaforscher ist in der Bevölkerung angekommen: Gemäß einer Studie der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) sprechen sich 93 % der Deutschen für die Fortsetzung der Energiewende aus. 72 % halten die stärkere Nutzung und den Ausbau erneuerbarer Energien für sehr oder sogar außerordentlich wichtig. Wenngleich die Studie zu dem Ergebnis kommt, dass 83 % der Bevölkerung, die einen Solarpark in ihrer Nachbarschaft haben und 69 % mit nahe gelegenen Windkraftanlagen die Stromerzeugung vor der eigenen Haustür positiv bewerten, sieht die lokale Situation im Einzelfall manchmal anders aus. Geplante Neuanlagen führen nicht selten zu Protesten von Anwohnern, die aufgrund von möglichen Schallemissionen, Schattenwurf und optischen Auswirkungen eine Beeinträchtigung der Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwertung ihrer Grundstücke fürchten. Bürgerproteste und nicht zuletzt die Diskussion über eine Verschärfung der Abstandsregelung haben den Ausbau der erneuerbaren Energien spürbar gebremst. Mittlerweile ist der pauschale bundesweite 1.000-Meter-Mindestabstand wieder vom Tisch. Das ändert jedoch nichts daran, dass in jedem Einzelfall der Spagat zwischen der Errichtung einer ökologisch sinnvollen Windkraftanlage und der Interessenswahrung der unmittelbaren Anlieger gelingen muss. Viele erfolgreiche Projekte haben gezeigt, dass es hierfür vor allem eines braucht: Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Und zwar nicht nur in Form von Information und Dialog, sondern auch durch Mitsprache und finanzielle Teilhabe. Zurecht wurde daher im Koalitionsvertrag eine stärkere Beteiligung der Standortgemeinden an der Wertschöpfung verankert.

Lokale Stromerzeugung zum Vorteil der Gemeinde

Verschiedene praxiserprobte Modelle wie Bürgerwindräder, Energiegenossenschaften, Bürgerstiftungen etc. haben bewiesen, dass eine Win-win-Situation für alle Beteiligten möglich ist: Anstatt eines Geldabflusses aus der Gemeinde an die Big-Player der Stromerzeugung, führt die lokale Stromerzeugung und -vermarktung zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wertschöpfung vor Ort. Neben den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern könnten auch örtliche Betriebe, Banken und Versicherungen profitieren. Mehreinnahmen der Gemeindekasse könnten zum Wohl der Einwohner und Einwohnerinnen reinvestiert werden.

Wir sind der festen Überzeugung, dass durch transparente Entscheidungsprozesse und eine aktive Bürgerbeteiligung ein Einklang von ökologischen, kommunalen und auch einzelnen Interessen erreichbar ist. Wir möchten die konkrete Machbarkeit einer Windkraftanlage mit Bürgerbeteiligung auf dem Gebiet der Gemeinde Anröchte weiter untersuchen und, bei entsprechend positivem Ergebnis, realisieren lassen.
Gegen den Klimawandel, für die Gemeinde Anröchte.

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